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Die Bankart-Läsion

Bei der Bankart-Läsion handelt es sich um eine Folgeerkrankung nach einer vorangehenden Schulterluxation, da heißt einer ausgerenkten Schulter. Häufig tritt sie nach einem unfallbedingten Trauma der Schulter auf, durch das das Schultergelenk an dem Pfannenrand beschädigt wird.

Symptome einer Bankart-Läsion

Bei der Bankart-Läsion treten dauerhafte Schmerzen im Schulterbereich auf, die sich bei einer Belastung der Schulter verschlimmern. Vergleichbar sind die Schmerzen ähnlich einer Meniskusläsion, die zu einer Blockade des Gelenks führt. Bei der Bankart-Läsion entstehen Instabilitäten in der Schulter, durch die bestimmte Bewegungen oder schweres Heben ausgeschlossen sind.

Diagnose der Läsion

Eine Bankart-Läsion entsteht durch eine dauernde Überbelastung der Schultergelenke.

Eine Bankart-Läsion entsteht durch eine dauernde Überbelastung der Schultergelenke.

Wesentlich für die Erstellung einer Diagnose ist die korrekte Hinterfragung der Ursachen. Hierzu werden von einem Arzt neben einer umfangreichen Befragung und Untersuchung des Patienten auch Röntgenbefunde zu Rate gezogen. Sind hier keine aussagekräftigen Resultate zu sehen, können darüber hinaus auch Untersuchungen mit Ultraschall oder eine Computertomographie eingesetzt werden.

Behandlung der Bankart-Läsion

Vor allem bei akut auftretenden Schmerzen ist erste Hilfeleistung in Form von Kühlung und der Ruhigstellung des Schultergelenks angebracht. Hierdurch werden die Schmerzen abgeschwächt, und Schwellungen bilden sich zurück. Die Ruhigstellung kann durch einen Schulterverband erreicht werden, der von dem behandelnden Arzt angepasst wird. Ein dauerhafter Verband ist allerdings nicht empfehlenswert, da sich hierdurch Muskelgewebe zurückbilden kann, was die Bewegungsfähigkeit einschränkt und zudem zu weiteren Schulterluxationen führen kann.

Das vorrangige Ziel einer Behandlung der Bankart-Läsion ist die Kräftigung der Muskulatur, was ohne Operation durch spezielle physiotherapeutische Maßnahmen unterstützt werden kann. Hierbei stehen vor allem die Muskeln im Vordergrund, die das Schultergelenk und den angrenzenden Pfannenrand schützen. Sofern im Rahmen der Physiotherapie keine Besserung erfolgt oder eine erhebliche Schädigung des Gelenks vorliegt, kann auch auf einen operativen Eingriff gesetzt werden. Hierbei werden beschädigte oder gerissene Gelenkkapseln wieder genäht werden. Im Anschluss wird das Gelenk für einige Wochen mit Hilfe von Bandagen ruhiggestellt, so dass es nach 2 bis 4 Monaten in der Regel wieder voll belastbar ist.

Medikamentöse Behandlung bei einer Bankart-Läsion

Vor allem entzündungshemmende und schmerzhemmende Mittel können im Rahmen der Behandlung eingesetzt werden. Eine Behandlung ausschließlich mit Medikamenten ist in der Regel nicht machbar. Vielmehr werden die Nichtsteroidalen Antiphlogistika parallel zur Physiotherapie bzw. vor oder nach der Operation eingesetzt. Dies erfolgt normalerweise durch Salben, die auf der Haut aufgetragen werden und durch Tabletten zur oralen Einnahme.